Technologie- und Förderzentrum (TFZ)

Aussteller Woche der Umwelt 2024

Beikrautkontrolle im GemĂŒsebau mit einem spritzbaren Mulchmaterial aus Nachwachsenden Rohstoffen

Im GemĂŒsebau mĂŒssen konkurrierende BeikrĂ€uter in Schach gehalten werden, um eine ertragreiche Ernte zu erzielen. HierfĂŒr kommen bisher meist Herbizide zum Einsatz, die umwelt- und gesundheitsschĂ€dlich sein können oder Folienabdeckungen, die PlastikmĂŒll verursachen und von denen oft Reste in der Umwelt verbleiben. Alternativ werden BeikrĂ€uter auch mit hohem Arbeits- und Energieaufwand mechanisch oder thermisch bekĂ€mpft.

Neues Verfahren zur Beikrautkontrolle

Ein neuer Lösungsansatz ist die Verwendung eines spritzbaren Mulchmaterials, das sich nach Ende seiner Funktionszeit biologisch abbaut. Beim Mulchmaterial handelt es sich um eine Zwei-Komponenten-Mischung aus Nachwachsenden Rohstoffen. Die zwei flĂŒssigen Komponenten werden erst kurz vor dem Ausbringen mit einem SpritzgerĂ€t miteinander vermengt. Das Gemisch geliert auf der ErdoberflĂ€che und hĂ€rtet nach einer definierbaren Zeit aus. Die aufgetragene Schicht hemmt BeikrĂ€uter in ihrer Keimung und hindert bedeckte Pflanzen am Wachstum.
Mit dem neuen Mulchmaterial können im FeldgemĂŒsebau Herbizide oder Kunststofffolien ersetzt, die Verdunstung von Bodenwasser verringert und natĂŒrliche LebensrĂ€ume geschĂŒtzt werden.

Weiterentwicklung zur Praxisreife

Derzeit untersucht das TFZ zusammen mit der Bayerischen Landesanstalt fĂŒr Weinbau und Gartenbau die Wirkung des neuen Mulchverfahrens sowie die Bestandsentwicklung verschiedener GemĂŒsekulturen im Freiland und unter Glas. Dabei werden unter anderem auch die Abbaubarkeit des Mulchmaterials sowie die Auswirkungen des Verfahrens auf den Bodenwasserhaushalt und auf das Bodenleben betrachtet. Um Kosten zu reduzieren, optimieren die Projektpartner die Materialrezeptur, die Aufwandsmenge und die Applikation. Die besten Erfolgsaussichten werden derzeit dem Mulchverfahren als Folienersatz im Freilandanbau, zum Beispiel von Einlegegurken, Zucchini, Melonen und KĂŒrbis zugesprochen.

Übersicht

Firma

Technologie- und Förderzentrum (TFZ)
Schulgasse 18
94315 Straubing

Kooperationspartner

Bayerische Landesanstalt fĂŒr Weinbau und Gartenbau (LWG)
Amt fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-WĂŒrzburg
Amazonen Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG
Schmotzer Hacktechnik GmbH & Co. KG

Bilder-Galerie

Video

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