Sozialgerechte CO2-Bepreisung: Ambitionierter Klimaschutz und Sozialverträglichkeit sind vereinbar

Forenzelt: Gesellschaft - Wirtschaft

Umweltbundesamt / Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt)

Eine ambitionierte Bepreisung von Brenn- und Heizstoffen über den Emissionshandel ist ein maßgeblicher Hebel zum Erreichen der gesetzlichen Klimaziele. Für jede Tonne CO₂, die freigesetzt wird, muss durch verantwortliche Unternehmen ein entsprechendes Zertifikat erworben und abgegeben werden. CO₂ erhält damit einen Preis.
Damit wird es lohnender, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken – zum Beispiel durch Sanierung von Gebäuden, den Umstieg auf ein Elektroauto oder den Einbau von energieeffizienten Heizungen. Doch gleichzeitig steigen damit die Kosten für die Verbraucherinnen. Das UBA hat ein Konzept entwickelt, wie ambitionierte CO₂-Bepreisung und Sozialverträglichkeit in Einklang gebracht werden können: Dies gelingt über eine Klimaprämie und Förderprogramme für vulnerable Gruppen, über die die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an die Bürger*innen zurückfließen. Mit diesem Konzept kann auch die gesellschaftliche Akzeptanz für Klimaschutz dauerhaft gestärkt werden.

Astrid Schaffert
Referentin des Thinktanks „Zukunft KlimaSozial“
Marion Jungbluth
Leiterin Team Mobilität und Reisen von Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Jan WeiĂź
Fachgebietsleitung Ă–konomische Grundsatzfragen des Emissionshandels, Auktionierung, Auswertungen im Umweltbundesamt
Kerstin Tiews
Fachgebiet „Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum“ im Umweltbundesamt
Prof. Dr. Daniel Klingenfeld
Abteilungsleiter „Energieanlagen, Luftverkehr, Register und ökonomische Grundsatzfragen“ im Umweltbundesamt