Technische Universität München, Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen
Die große Herausforderung der nächsten Dekaden ist die nachhaltige Transformation und im Besonderen die Dekarbonisierung des Gebäudebestands. Die Komplexität, die sich über die Jahre beim Bauen etabliert hat, kombiniert mit (vermeintlichen) Komfortstandards, führte dazu, dass Gebäude häufig weder die energetische Effizienz erzielen, noch stellt sich die gewünschte Nutzerzufriedenheit ein. Man spricht von einem Performance Gap. Forschungsprojekte wie «Einfach Bauen» bzw. „Einfach Umbauen“ der TU München zeigen Ansätze, wie man durch Reduktion und architektonischen (anstelle von technischen) Lösungen dem entgegenwirken kann. Es gibt zahlreiche gebaute Beispiele, die einen low-tech Ansatz als Gestaltungsprinzip verfolgen. Steht dies im Widerspruch zum Effizienzziel der letzten Dekaden und zum „Licht, Luft, Sonne“ Leitsatz der Moderne?