Gallium-Recycling aus arsenhaltigen Beizen der GaAs-Produktion mittels Dialyse

Das Halbleitermaterial Galliumarsenid ist in Hochfrequenzbauteilen wie WLAN, Antennenmodulen sowie Leuchtdioden enthalten. Als Waferproduzent zählt die Freiberger Compound Materials GmbH (FCM) zu den Marktführern weltweit. Starke Preisschwankungen machen Gallium zu einem versorgungskritischen Metall, sodass FCM auf das Recycling von Produktionsrückständen angewiesen ist.
Bisher ging 16% des Galliumeinsatzes durch Ätzen und Polieren der Wafer verloren. Zusammen mit der TU Bergakademie Freiberg und dem Helmholtz-Institut Freiberg gelang die Entwicklung eines innovativen und ökonomischen Recyclingverfahrens für Gallium. Eine Dialyseanlage trennt den Abwasserstrom selektiv in eine Gallium- und eine Arsensäure-haltige Lösung auf. Das Gallium kann durch Elektrolyse direkt aus der Lösung gewonnen werden, die Arsensäure wird der Abwasserbehandlung zugeführt. Der Prozess zeichnet sich durch eine gute Integrierbarkeit in die Produktion aus. Die Betriebskosten sind gering, da ein natürlicher diffusionsgetriebener Konzentrationsausgleich zwischen Abwasser und Wasser genutzt wird. Nach der Pilotierung im Unternehmen ist der Aufbau eines internationalen Recyclingnetzwerks geplant.

Infos zum Aussteller

Standnummer: 26
Organisation:Technische Universität Bergakademie Freiberg
Straße: Akademiestraße 6
Postleitzahl: 09596
Ort: Freiberg
Internet: www.tu-freiberg.de

Kooperationspartner:

Helmholtz-Institut-Freiberg für Ressourcentechnologie

Freiberger Compound Materials GmbH