Klimaforscher messen Emissionen – in der City, bei der Öl- und Erdgasförderung oder auf dem Meer

Wissenschaftler des KIT haben in Zusammenarbeit mit der Bruker Optik GmbH, Ettlingen, ein neues portables Fourierspektrometer entwickelt, das es erstmals erlaubt, Quellen von Treibhausgasen auf lokaler Skala fernerkundlich zu detektieren. Die Spektrometer messen hierzu die Abschwächung der Sonnenstrahlung durch die Absorption von Methan und Kohlendioxid in der Erdatmosphäre und erlauben, den Gehalt dieser Gase gemittelt über alle Höhenschichten der Atmosphäre zu bestimmen. Durch die herausragende Stabilität der Instrumente ist es möglich, die kleinen Unterschiede der Gasmengen zu erfassen, die eine Quelle zwischen Beobachtungsorten in Luv und Lee erzeugt. Aus derartigen Differenzmessungen wurde die Stärke der freigesetzten Emissionen ermittelt. Die KIT-Wissenschaftler haben das neue Verfahren zur Detektion der Emissionen der Großstadt Berlin eingesetzt und in der Zwischenzeit weitere Kampagnen erfolgreich durchgeführt, etwa zum Nachweis von durch Fracking-Aktivitäten freigesetzten Methans in Colorado, USA, oder zur Bestimmung der globalen Breitenabhängigkeit der Treibhausgasverteilung auf einer Fahrt des Forschungsschiffes Polarstern von Kapstadt nach Bremerhaven.

Infos zum Aussteller

Standnummer: 159
Organisation:Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Straße: Kaiserstraße 12
Postleitzahl: 76131
Ort: Karlsruhe
Internet: www.kit.edu

Kooperationspartner:

Bruker Optik GmbH, Ettlingen (www.bruker.com/de)
National Center for Atmospheric Research (NCAR), Boulder, CO, USA
(https://ncar.ucar.edu/)
University of Colorado, Boulder, CO, USA (http://www.colorado.edu/)