Energiewende in Schallgeschwindigkeit - mit akustischen Wellen Energiespeicher schneller laden

Elektrochemische Energiespeicher sind in der Energiewende von wesentlicher Bedeutung. Für den Einsatz in Privathaushalten oder dezentralen Energiespeichern gilt es jedoch höhere Kapazitäten und kürzere Ladezeiten zu erreichen. In dem vorgestellten Forschungsprojekt gelingt es über den Einsatz akustischer Oberflächenwellen - einer Sonderform des Ultraschalls - die bei elektrochemischen Reaktionen ablaufenden Prozesse gezielt zu beeinflussen und so das Laden zu beschleunigen. Die Schallwellen wirken dort, wo die geschwindigkeitsbestimmenden Reaktionsschritte ablaufen, nämlich an der Grenzfläche Elektrode/Elektrolyt. Sie durchwirbeln die den Stofftransport limitierende Diffusionsgrenzschicht und lassen die Ladungsträger schneller fließen. Das eingesetzte Verfahren wird zurzeit für Bleiakkumulatoren optimiert und soll zudem auf Redox-Flow-Batterien übertragen werden. Positiver Nebeneffekt der Technologie ist, dass sie bei allen elektrochemischen Grenzflächenprozessen eingesetzt werden kann. So beispielsweise auch in der Galvanotechnik oder beim Elektropolieren. Die Ergebnisse zeigen: Substanzielle Steigerungen der Prozessgeschwindigkeit und der Effizienz sind möglich.

Infos zum Aussteller

Standnummer: 72
Organisation:Hochschule Coburg - Institut für Sensor- und Aktortechnik
Straße: Am Hofbräuhaus 1b
Postleitzahl: 96450
Ort: Coburg
Internet: www.isat-coburg.de