08.06.2016 | „Lebendige, beeindruckende Atmosphäre“ bei Woche der Umwelt

Aussteller loben Veranstaltung im Park von Schloss Bellevue – Organisatoren zufrieden mit Verlauf - Fast 12.000 Besucher

Autositz
Anja Bettmer, AUNDE Group, am Stand des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Der grüne Stoff des bezogenen Autositzes ist kein gewöhnliches Polyester, sondern hergestellt aus recycelten PET-Plastikflaschen.
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Kinder
Ilona Böttger und die Kinder der "Ich kann was!"- Initiative: Feline Dittrich, Lina Laric, Lara Woelk (vordere Reihe v.l.) und Moad Elkhrbash und Agon Jusufi (hintere Reihe v.l.) gehören zu der Gruppe der Kinder, die den Präsidenten für ein Medienprojekt interviewen durften.
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Sensor
Markus Kuhl, Entwicklungsingenieur bei Premosys GmbH, präsentiert die Sensoreinheit, die Pflanzen durch ihre bestimmten Lichteigenschaften erkennt und so gezielt mit Wachstumshemmern behandeln kann. Dadurch lassen sich in der Landwirtschaft bis zu 90 Prozent Pflanzenschutzmittel einsparen.
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Elektromobilität bei der
Als Vertreter des Konsortiums Energieautarke Elektromobilität präsentierte Willibald Prestl ein Forschungsprojekt für ein Energiemanagementsystem.
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Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald bei
Madeleine Pleintinger, Mitarbeiterin im Nationalpark Bayerischer Wald, erläuterte das Engagement der Nationalparkverwaltung in Bezug auf geflüchtete Kinder und Jugendliche in der Region.
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Berlin. Alexandra Hesse steht am Stand des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie bei der „Woche der Umwelt“ vor einem mit grünem Stoff bezogenen Autositz der AUNDE Group. Das Besondere: Das Garn ist kein gewöhnliches Polyester, sondern hergestellt aus recycelten PET-Plastikflaschen. „Mein Eindruck von der Veranstaltung ist einfach super, die Exponate sind extrem spannend“, meint die Verbandsassistentin. Unter strahlend blauem Himmel versammelten sich zwei Tage lang knapp 200 ausgewählte Aussteller im Park von Schloss Bellevue. Bei der Umweltschau von Bundespräsident Joachim Gauck und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigten sie knapp 12.000 Besuchern, wie lösungsorientierte Innovationen im Natur- und Umweltschutz entwickelt und Modellvorhaben praxisnah umgesetzt werden. Die Rückmeldungen der Aussteller zur Umweltschau spiegelten viele Facetten der Veranstaltung und reichten von „einfach beeindruckend“ über „lebendig“ bis hin zu „tolle Atmosphäre, fast wie auf einer riesigen Gartenparty“.

Organisatoren mit Verlauf zufrieden

„Ich freue mich sehr über das überwältigend positive Feedback, dass wir von den Ausstellern, aber auch von Podiumsgästen und Besuchern erhalten“, betonte DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. Im Schlosspark erwartete die Besucher eine rund 4.000 Quadratmeter große Ausstellung, bei der sich die Aussteller zu den Fachthemen Klimaschutz, Energie, Ressourcen, Boden und Biodiversität, Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen präsentierten.

Spontanes Interview mit Kindern: Bundespräsident zeigt sich volksnah

Ilona Böttger, Mitarbeiterin im Projektbüro von „Ich kann was! – Initiative für Kinder und Jugendliche“, begrüßte die hohe Anzahl von Kindergruppen: „Das Interesse an unserer Initiative war groß. Ich bin gar nicht vom Stand weggekommen“, so Böttger. Ihre Arbeit richte sich an die offene Kinder- und Jugendarbeit. Jährlich werden im Rahmen der Initiative bis 210 Projektbewerbungen mit bis zu 10.000 Euro gefördert, die Alltagskompetenzen der Zielgruppe fördern. Begeistert war Böttger von der Volksnähe des Bundespräsidenten: „Er hat sich spontan bereit erklärt, Kindern eines Medienprojektes ein ausführliches Interview zu geben“, erklärte die Diplompädagogin.

Autokorso durch Schlosspark: Aufbau verlief reibungslos

Lobende Worte hatte Markus Kuhl, Entwicklungsingenieur der Premosys GmbH, für die logistische Leistung des Organisationsteams: „Trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen lief beispielsweise der Aufbau im Schloss reibungslos“, betonte er. In klar festgelegter Reihenfolge hatten sie als Teil eines Autokorsos ihr Exponat in den Park transportiert: Bei der Umweltschau zeigte sein Unternehmen den Prototyp eines sogenannten Sensorarrays, um „Salat ohne Chemie“ zu produzieren. Die Farbsensoren an dem Anhänger könnten Einzelpflanzen differenziert erkennen. „Sie unterscheiden, ob es sich um eine Nutzpflanze, Un- oder Beikraut handelt, und ermöglichen so einen punktgenauen Einsatz beispielsweise von biologischen Pflanzenschutzmitteln“, erklärte Kuhl und ergänzte: „Nach der Markteinführung könnten Landwirte bis zu 90 Prozent der Mittel einsparen.“

Unterschiedliche Besuchergruppen sorgen für wunderbare Stimmung

Der Nationalpark Bayerischer Wald präsentierte sich mit einem Stand ganz im Namen der Vielfalt: Biologische, aber auch kulturelle Vielfalt. Madeleine Pleintinger, Mitarbeiterin im Nationalpark, sagt dazu: „Wir wollen zeigen, dass wir für alles und alle offen sind.“ Etwa mit dem Projekt von neun jungen Erwachsenen, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) in dem Schutzgebiet absolvieren. Angeregt durch die hohe Anzahl von Geflüchteten haben die Jugendlichen ihr FÖJ unter das Motto „Integration“ gestellt. Sie unternehmen etwa Ausflüge mit asylsuchenden Kindern in den Wald. So lenken sie die Jungen und Mädchen nicht nur von dem eintönigen Alltag im Asylbewerberheim ab, sondern schaffen auch spielend ein Umweltbewusstsein. Begeistert war Pleintinger von der „wunderbaren Stimmung“. „Vom Professor bis zum Touristen – auf der Woche der Umwelt habe ich die unterschiedlichen Besuchergruppen gesprochen“, sagte sie.

Elektromobilität einem breiten Publikum vorgestellt

Als Vertreter des Konsortiums Energieautarke Elektromobilität präsentierte Willibald Prestl ein Forschungsprojekt für ein Energiemanagementsystem. „Wir wollen Hausbesitzer dabei unterstützen, wie sie ihre selbstproduzierte Sonnenenergie optimal beispielsweise für ihr Elektroauto nutzen können“, erklärte Prestl. Für ihn war wichtig, während der Veranstaltung ein möglichst breites Publikum zur Elektromobilität anzusprechen.

Fazit der Aussteller
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