Ein weltweites Problem ist die Nitrat- und Pestizidbelastung im Grundwasser. Sie führt zu Schwierigkeiten vor allem bei der Trinkwasserqualität im ländlichen Raum.
Zur gekoppelten Entfernung von Nitrat und Pestiziden dient eine "Einfach-Technologie", unter Einsatz biologisch abbaubarer, wasserunlöslicher Polymere. Sie sind Substrat für Mikroorganismen und Sorptionsmittel für Pestizide.
Das Wasser kommt in einem Fest- oder Fließbettreaktor in Kontakt mit dem auf den Polymer-Granulaten wachsenden Biofilm. In ihm erfolgt die Nitratreduktion mit organischem Substrat, das enzymatisch aus dem Polymer freigesetzt wird und parallel eine physikalische Sorption der Pestizide im Polymer-Granulat.
Synthetische aber auch natürliche Polymere (wie Polyhydroxyalkanoate) lassen sich einsetzen. Da bei einem längeren Stillstand der Anlage auch anaerobe Bedingungen eintreten können, setzen wir derzeit ein synthetisches Polymer ein, Poly-e-Caprolacton (PCL), das anaerob nicht abbaubar ist. Wir vermeiden so unerwünschte Gär- und Faulprozesse.
Ziel ist, auch im ländlichen Raum ein sicheres Trinkwasser mit einer Einfachtechnologie zu erzeugen.
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Universität Stuttgart - Institut für Siedlungs wasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft (ISWA)